Rennberich iderg ertuG 2019

Sonntag, November 17, 2019

Die erste Austragung des iderg etruG hat gehalten was sie versprochen hat: Spektakel, schnelle Zeiten, zwei neue Mitglieder im Sportadel (Master of Gravity), zwei Weltrekorde und einen neuen White Bull: Dubi Junior!

Doch alles der Reihenfolge nach: Schon bei der Besammlung hat man gemerkt, dass es an diesem kühlen Donnerstagabend um viel geht. Es versammelten sich die üblichen Verdächtigen, welche sich den begehrten Whitebulltitel zum Ziel gesetzt haben. Aber auch ausserhalb der Region hat dieser einzigartige Event Interesse geweckt: Ismael «easy» Röthlisberger wollte trotz fehlender Erfahrung am Gurten mitmachen und zumindest den Titel «Master of Gravity» abholen. Wie sich später herausstellte wurde ihm diese fehlende Erfahrung zum Verhängnis.

Nach einem gemeinsamen Warm-up zur Bergstation der Gurtenbahn waren wir komplett. Elf Athleten und Athletinnen wollten die Premiere nicht verpassen, davon waren neun in der Zusatzkategorie Whitebull zugelassen. Im Einzelstart wurde die originale Gurte Gredi Strecke verkehrt in Angriff genommen.

Bei den Frauen siegte neo Geostudentin «bimelbammel-Eli» vor Thelie in 5:25 und kürte sich zum «Master of Gravity» bei den Frauen. Im Siegerinterview meinte sie: «Ja, mit meinem Leibchen wollte ich primär provozieren (weisses Shirt mit 100 St. Gallenwappen, a.d.Red.), aber es hat funktioniert und ich bin glücklich im Besitz eines Weltrekordes zu sein.»

Bei den Mannen wurde es ein wenig enger. Einer der den Gredi kennt wie kein anderer, nahm sich selbst früh aus der Entscheidung heraus. Im Ziel meinte er, dass er Angst hatte um seinen «Gredi-up&downhill-Koeffizienten», kurz GUDK (wird ab 2020 von den meisten grossen OL Nationen als Selektionskriterium benutzt). Somit war das Scheunentor weit offen für Neue. Gastläufer Ismael «easy» Röthlisberger zeigte eine beeindruckende Leistung, kam aber auf der zweitletzten Treppe zu Fall, was ihm einen Besuch beim City Notfall bescherte. Trotzdem lief Isi noch easy fertig und konnte sich über den dritten Rang freuen (hoffentlich). Gratulation und gute Besserung an dieser Stelle.
Um den Sieg duellierten sich zwei, die sich schon zu Soubärezyte gerne duelliert haben. Geissi riskierte viel, konnte aber mit dem juvenilen Übermut seines ehemaligen Athleten Dubi Junior nicht mithalten. Er siegte in unglaublichen 3:40 und stellte somit auch einen neuen Weltrekord auf. Als er im Siegerinterview gefragt wurde, wie er die Schlüsselstelle 14c gemeistert habe, meinte er: «Ich glaube, da muss ich den belgischen Radfahrer Tom Boonen zitieren: Some times you don’t need a plan, you just need big balls».
Somit hat Bern nicht nur einen neuen «Master of Gravity», sondern auch einen neuen Whitebull! Alec von Graffenried ist froh, dass endlich wieder um den begehrtesten Titel von Bern gekämpft wird. Dubi Junior lässt ausrichten, dass er sich geehrt fühlt und sich auf neue Herausforderungen freut (do it boys!). JUBELN!

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Bis zum nächsten Mal am iderg etruG!